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Das Risikomanagement im Umgang mit Pferden und Kindern ist besonders wichtig, da Pferde sensibel auf ihre Umgebung reagieren und unvorhersehbar handeln können, ebenso wie Kinder. Klare Regeln, Aufmerksamkeit, Verantwortungsbewusstsein, Aufsicht und ein bewusster Umgang mit möglichen Gefahren helfen, Risiken zu minimieren.
Ich behalte mir stets das Recht vor, geplante oder laufende Reiteinheiten aus sicherheitsrelevanten Aspekten (ausgehend von verschiedenen Faktoren wie Umweltreize, Pferde, wie auch durch das Kind selbst) abzuändern, abzubrechen oder auch abzusagen. Ein möglichst sicheres Miteinander zwischen Pferd und Mensch verlangt Intuition und Anpassung.
Unsere Pferde werden nach bestimmten Kriterien für diese besondere Aufgabe des therapeutischen Reitens ausgesucht. Sie erfahren eine besonders sorgfältige und lange Ausbildung - ein Teil dieser Ausbildung bildet das so genannte Gelassenheitstraining. Trotzdem bleiben alle Pferde von Natur aus Fluchttiere: Erschrecken und Fluchtreaktionen können daher, trotz ihres grundsätzlich sehr gutmütigen und vertrauenswürdigen Wesens, nie ganz ausgeschlossen werden.
Das Reiten, der Umgang mit Pferden, wie auch das therapeutische Reiten, gelten demnach als Risikosportart.
Bitte berücksichtigen Sie, dass trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, welche ich stets achtsam abschätze und berücksichtige, immer ein gewisses Risiko für Unfälle und Verletzungen bleibt.
Die Verwendung eines gut sitzenden Reithelmes ist bei uns Voraussetzung, um am Pferderücken Platz nehmen zu können. Optimalerweise besorgen Sie für Ihr Kind einen eigenen "neuen" Reithelm. Unter "neu" verstehe ich einen Reithelm, mit der aktuellen Sicherheitsnorm (gerne gebe ich dazu nähere Auskünfte).
Von Radhelmen, sowie schon stark gebrauchten / alten Reithelmen rate ich dringend ab.
Gerne können sich die Kinder Reithelme von uns ausborgen - ich habe Reithelme in allen Größen, welche auch die aktuellen Sicherheitsnormen erfüllen, und nach 3 Jahren - oder im Falle eines Sturzes auch davor - ausgetauscht werden.
In den Reit(therapie)-Einheiten sind feste, geschlossene Schuhe Pflicht. Ich empfehle wirklich feste Schuhe, mit dicker Sohle und optimalerweise auch bis über den Fußwrist. Sandalen sind bei uns am Reitplatz und im Umgang mit dem Pferd aus Sicherheitsgünden nicht erlaubt - in solchen Fällen sind auch keine Ausnahmen möglich. Ich bitte um Verständnis.
Zusätzlich möchte ich auf meine Erfahrung mit Gummistiefeln / oder zu großen Reitstiefeln hinweisen: Diese sitzen oft am Fußwrist recht locker - als würden die Stiefel runter rutschen - was von den Kindern beim Reiten als störend empfunden wird.
Wir haben keine Reithalle - das bedeutet, dass die Reiteinheiten nicht immer unter den wünschenswertesten Wetterbedingungen stattfinden können.
Doch ich möchte dafür Bewusstsein schaffen, dass Reiten auch bei weniger gutem Wetter wertvolle Entwicklungschancen bietet. Die Bewegung an der frischen Luft fördert die körperliche Gesundheit, stärkt das Immunsystem und unterstützt die Konzentrationsfähigkeit. Gerade bei wechselhaftem Wetter lernen Kinder, auch bei fehlender Eigenmotivation Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Sie entwickeln Durchhaltevermögen und lernen sich flexibel auf unterschiedliche Bedingungen einzustellen - wichtige Fähigkeiten für ihren Alltag.
Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass die Reiteinheiten abgesagt werden müssen (zu starke Hitze, Starkregen, starker Wind, gefrorener Boden...)
Pferde bieten uns echte Naturerfahrungen - mit Staub, Schmutz, Sand und vielen Haaren. Es ist schön, wenn sich die Kinder diesen Möglichkeiten voll und ganz hingeben können und nicht darauf achten müssen, sauber zu bleiben.
Bitte achten Sie auch darauf, dass die Kleidung genügend Bewegungsfreiheit zulässt.


